Elternhaltestellen

Ein grundsätzliches und an Schulen zunehmendes Problem sind Eltern und Großeltern, die ihre Kinder oder Enkel mit dem Auto zur Schule bringen bzw. abholen. Problematisch ist dies aus verschiedenen Gründen:

  • Vor allem das morgendliche Bringen konzentriert sich auf einen sehr kurzen Zeitraum von 15-20 Minuten vor Schulbeginn. Bezogen auf die Reinhardswald-Grundschule bei schlechtem Wetter entspricht das rd. 90 Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. In der Baerwaldstraße kommen die Eltern der Kindergartenkinder hinzu. Im gleichen Zeitraum strömen auch die übrigen rd. 560 Schüler, die zu Fuß, mit dem Rad oder Roller kommen, in die Schule und passieren die beiden Eingänge in der Baerwaldstraße und der Gneisenaustraße. D.h. speziell an den Eingängen findet morgens in sehr kurzer Zeit ein sehr konzentriertes Verkehrsaufkommen statt. Für die Kinder, die noch relativ klein sind, z.T. noch wenig Erfahrung mit dem Straßenverkehr haben und deren Seh- und Wahrnehmungsfeld eingeschränkt ist entstehen so leicht gefährliche Situationen.
  • Die Möglichkeiten mit einem Fahrzeug morgens in der Baerwaldstraße und Gneisenaustraße ordnungsgemäß zu halten oder zu parken sind sehr begrenzt. Deshalb halten viele Eltern direkt vor den Eingängen in der Feuerwehrzufahrt, in zweiter Reihe auf der Fahrbahn oder manchmal sogar auf dem Geh- und Radweg. Das gefährdet die Verkehrssicherheit: In der Feuerwehrzufahrt gilt grundsätzlich absolutes Haltverbot, Geh- und Radwege sind Schutzzonen für Radfahrer und Fußgänger, dort darf nur geparkt oder gehalten werden, wenn das durch ein entsprechendes Schild ausdrücklich erlaubt ist und in zweiter Reihe zu halten/parken führt zu Verkehrsbehinderungen und unübersichtlichen Situationen, insbesondere in der Baerwaldstraße.
  • Eltern, die ihre Kinder bisher zu Fuß, mit dem Roller oder Rad haben zur Schule gehen oder fahren lassen, sehen die Sicherheit ihrer Kinder durch das Verkehrsaufkommen an den Eingängen gefährdet und bringen ihrer Kinder möglicherweise künftig ebenfalls mit dem Auto zur Schule. Das Verkehrsaufkommen an den Eingängen erhöht sich somit langsam aber stetig weiter.
  • „Schulwege sind mehr als das Zurücklegen von Strecken im Raum, sie sind Erlebnis-, Erfahrungs- und Lernwege“ [Maria Limbourg, „Was lernen Kinder auf dem Weg zur Schule?“; aus: verkehrszeichen 3/2009; Dr. Kalwitzki, Mülheim a.d.Ruhr]. Kinder, die beispielsweise zu weit von der Schule entfernt wohnen und mit dem Auto gebracht werden müssen, entbehren in der Regel dieser mit dem Schulweg verbundenen Erlebnisse und Erfahrungen. Diese Wege machen die Kinder jedoch Schritt für Schritt und Stück für Stück sicherer im Umgang mit dem Straßenverkehr und bilden damit die Basis, mit zunehmender Praxis auch andere Wege eigenständig zurücklegen zu können.

 

Um die Situation vor den Schuleingängen zu entzerren, auch „Auto-Schülern“ zumindest die Möglichkeit eines kurzen Schulweges zu geben und Eltern die Möglichkeit mit ihrem Fahrzeug etwas entfernt von den Schuleingängen zu halten, haben wir in Abstimmung mit dem Bezirksamt Friedrichhain-Kreuzberg zwei so genannte „Elternhaltestellen“ eingerichtet. Eine befindet sich in der Gneisenaustraße, eine in der Blücherstraße. Beide „Haltestellen“ sind inzwischen zusätzlich durch ein entsprechendes „Elternhaltestellenschild“ beschildert.

 

Das Bild zeigt die Elternhaltestelle in der Gneisenaustraße. Sie befindet sich zwischen Schleiermacherstraße und Baerwaldstraße auf der Sportplatzseite in Fahrtrichtung Südstern und wird in der Regel von den Anwohnern freigehalten. Eltern, die aus Richtung Südstern kommen, können in Höhe Schleiermacherstraße wenden.

Die Elternhaltestelle in der Blücherstraße befindet sich ebenfalls zwischen Schleiermacherstraße und Baerwaldstraße in Höhe des „House of life“. Diese Elternhaltestelle ist leider häufig zugeparkt. Wir bemühen uns weiter mit Unterstützung des Ordnungsamtes und der Polizei dafür zu sorgen, dass dort morgens nicht geparkt wird. Wenn Sie die Elternhaltestelle nicht nutzen können, weil alle Parkplätze belegt sind, geben Sie uns bitte einen entsprechenden Hinweis (Ansprechpartner an der Schule ist Herr Clemens).

Wir möchten alle Eltern, die ihr Kind mit dem Auto bringen (müssen), bitten, dies nicht vor den Schuleingängen zu tun. Sie können die Elternhaltestellen nutzen oder, noch besser, ihr Kind bis zu einem Schulfreund oder einer -freundin bringen, der/die in der Nähe der Schule wohnt und die Kinder von dort aus gemeinsam gehen lassen.